Stralsund Triathlon 6.9.2026

Foren Wettkampfberichte Stralsund Triathlon 6.9.2026

  • Dieses Thema hat 5 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 1 Tag, 16 Stunden von Lothar Köhler aktualisiert.
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    • #2832
      Björn Jansson
      Team Member

        Hallo Ihr Lieben,

        heute möchte ich euch meinen persönlichen Eindruck vom Stralsund Triathlon schildern. Ich bin am 06.09.2026 auf der Sprintdistanz gestartet: 750 Meter Freiwasserschwimmen im Sund, 22 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Insgesamt war die Veranstaltung aus meiner Sicht sehr gut durchorganisiert.

        Zur Größe und Organisation: Es waren 800 Teilnehmer gemeldet. Man konnte die olympische Distanz entweder individuell oder als Staffel starten, ebenso die Sprintdistanz. Zusätzlich gab es ein Jugendrennen. Die Helfer waren zahlreich, super freundlich und sehr hilfsbereit. Das Einchecken lief reibungslos, Fragen wurden zügig und kompetent beantwortet. Der Zeitplan wurde exakt eingehalten, insgesamt eine sehr gelungene und schöne Veranstaltung. Ich war jetzt zum zweiten Mal dabei und es hat mir wieder richtig gut gefallen. Die Strecken sind toll. Im Wasser gab es gestern viele Quallen und auf dem Rad viel Wind (4-5 BFT, in Böen 7 BFT) und die Laufstrecke geht direkt am Wasser und dem Hafen lang. Sehr schönes Panorama.

        Zum Rennen selbst: Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Beim Schwimmen hätte die Pace eigentlich besser sein können. Durch den Massenstart und die Tatsache, dass ich relativ weit hinten stand, musste ich mich erst durchs Feld arbeiten. Als eigentlich starker Schwimmer konnte ich mich zwar nach vorne kämpfen, habe dabei aber spürbar Zeit im Getümmel verloren. Das würde ich nächstes Mal anders angehen und versuchen, mich besser zu positionieren, um von Beginn an frei schwimmen zu können.

        Die Radstrecke war gestern etwas herausfordernd. Gefahren wurden zwei Runden à 11 Kilometer. Auf einer Teilstrecke von etwa 2 Kilometern ging es leicht bergauf über freie Fläche. Die musste halt 2 mal gefahren werden. Wir hatten Wind mit Stärke 4 bis 5, in Böen bis 7 – da hat man definitiv Zeit liegen lassen. Trotz der Windbedingungen war ich mit der Pace laut Fahrradcomputer, im Schnitt etwa 30 km/h über die Gesamtstrecke, recht zufrieden. Warum meine Pace vom Computer so abweichte von der offiziellen Messung kann ich mir im Moment nicht erklären.
        Das Laufen über 5 Kilometer fühlte sich solide an und hat den Tag gut abgerundet. Auch da gibt es eine Abweichung der Pace. Laut meiner Uhr waren es 5:44 und nicht 4:44. Die wäre toll gewesen, laufe ich aber normalerweise nicht…deswegen glaube ich die nicht so richtig.

        Insgesamt hat mir der Wettkampf viel Spaß gemacht, und ich kann die Veranstaltung uneingeschränkt empfehlen.

        Sportliche Grüße
        Björn

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      • #2837
        Björn Jansson
        Team Member

          …kleiner Nachtrag:

          Ich habe heute eine Mail vom Veranstalter bekommen in der er darlegt, dass es ein technisches Problem mit der Zeitmessung gegeben hat. Die Zeiten würden jetzt korrigiert werden. Es seien Meldungen von Teilnehmern an die Leitung herangetragen worden, dass auf der Laufstrecke Zeiten erzielt worden wären, die kaum möglich waren. Hat mich mein Gefühl also nicht getäuscht. Ich war mit 5:44 aber trotzdem schon recht zufrieden….

          • #2861
            Lotta van der Straat
            Forenverwalter

              Spannend! Hab sowas bisher noch nie erlebt. Wurde das dann im Nachhinein in den Finisher-Listen korrigiert?

          • #2838
            Lotta van der Straat
            Forenverwalter

              Hallo Björn,
              erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deinem erfolgreichen Finish. Schön, dass dir der Triathlon so gut gefallen hat und organisatorisch alles reibungslos abgelaufen ist.
              Die Bedingungen mit Wellen, Wind etc. waren sicher nicht einfach.
              Deine Manöverkritik ist ebenfalls sehr aufschlussreich. Beim Schwimmen braucht es immer ein bisschen Erfahrung, um sich richtig zu positionieren, da man die eigene Leistung im Verhältnis zu den anderen Teilnehmern nicht immer so gut einschätzen kann.
              Die Abweichung von Rad- und Lauf-Pace, sind interessant. Es kann durchaus sein, dass du im Wettkampf eine Minute schneller läufst als im Training (jedenfalls auf einer kurze Strecke). Aber die Zeiten, die deine Uhr am Ende anzeigt und die offizielle Messung sollten ja doch größtenteils übereinstimmen, oder? Würdest du sagen, du hast dich im Vergleich zum letzten Mal gesteigert bzw. kannst du das an den Zeiten ablesen?

            • #2854
              Michael Knop
              Team Member

                Glückwunsch zum stabilen Finish!!!

              • #2881
                Lothar Köhler
                Team Member

                  Moin Björn schade das wir uns verpasst haben. Ich bin in Stralsund über die olympische Distanz gestartet. Das die Zeitmessung ein Problem hatte höre ich nicht so gerne.

                  Hier ist mein Bericht der den ein oder anderen Aspekt aus Björns Bericht vertieft oder ergänzt.

                  Bericht aus Stralsund

                  Nach meinem A-Wettkampf in Hamburg, war für mich klar, dass ich noch einen zweiten A-Wettkampf in dieser Saison benötige.
                  Schwierig gestaltete sich für mich die Terminfindung. Neben den privaten Terminen im Kalender, waren viele Wettkämpfe ausverkauft.
                  Am Ende fiel die Wahl auf den Triathlon in Stralsund, für den ich eine persönliche Empfehlung bekam.

                  Mein Vater begleitete mich zum Wettkampf,
                  trotz der langen Anfahrt. Morgens um sechs Uhr begrüßte uns ein wolkenloser Himmel für die gut zweistündige Fahrt.
                  Eine halbe Stunde vor Stralsund begegnen uns die ersten Autos mit Rennrädern und lassen meine Vorfreude deutlich steigen.

                  Die Vorfreude wurde etwas durch die Bedenken wegen meiner fehlenden DTU-Lizenz getrübt. Die Lizenz war gefordert aber ich hatte es nicht geschafft eine Lizenz zu buchen.
                  Bei meiner Anmeldung spielte die Lizenz keine Rolle und ich hatte alles was ich für den Start brauchte.
                  Die Wettkampfbedingungen waren gemischt. Die Sonne schien bei idealen 22 Grad Celsius. Dazu herrschte ein lebendiger ablandiger Wind, der den Sund ordentlich zum kappeln brachte.

                  Kurz nach zehn fiel der Startschuss und ich spurtete ins Kühl nass. Das erste Mal trug ich einen Neo im Wettkampf.
                  Bei schwierigen Bedingungen kam ich mit einer passablen Zeit aus dem Wasser.
                  In der übersichtlichen Wechselzone war der Wechsel kein Problem. Es gab einige
                  Hinweise auf zu enge Wechselplätze die ich nicht teile.
                  Die ca. 11km lange Radschleife war geprägt von vielen leichten Auf und abs. Dazu kam ein unangenehmer Gegenwind der meinen Rhythmus empfindlich störte.
                  Am Ende reicht meine Durchschnitts-geschwindigkeit nicht mal an meine LIT Trainings heran.
                  Der Weg von der Radstrecke zur Wechselzone ist für den kleinen Triathlon lang, stellte mich persönlich jedoch vor keine Herausforderung. So ging es mit einer kurzen Verzögerung beim Laufschuhe anziehen an die letzte Disziplin. Ich fühle mich gut und starte mit einem sehr hohen Tempo. Zwischendurch wundere ich mich etwas, wie schnell die zehn Kilometer verfliegen.
                  Als ich mich dem Ziel nähere kehrt, gefüttert durch den Kommenator und die Beschilderung, die Erinnerung zurück das ich zwei Runden laufen muss.
                  An der Wende war ich völlig in mich eingefallen. Mit allem Willen den ich hatte zwang ich mich in den Wettkampf zurück und stabilisierte meine Geschwindigkeit.
                  Am Ende schrammte ich nur 30s an meiner 10km – Bestzeit vorbei.
                  Mit diesem Ergebnis gehe ich zufrieden und erschöpft in die Off-Season.

                  Aus meiner Sicht besticht der Stralsund Triathlon durch seine Hafen-Kulisse, die Strelasund-Brücke und das ganz leicht salzige Brackwasser im Sund.
                  In Kombination mit dem Weltkulturerbe ist Stralsund auf jeden Fall eine Reise wert. (Meine Empfehlung ist das Meeresmuseums. Hier findet man viele plastische Darstellungen und ein riesiges Aquarium)
                  PS: Wer mit Quallen ein Problem hat sollte den Sund im September meiden.

                  Zur Rekordjagd ist das Rennen rund um den Stralsunder Sund nicht geeignet.
                  Mit einem lebendigen Wind muss man an der Ostsee gerade im Spätsommer immer rechnen. Dies erschwert das Schwimmen im Sund erheblich. Zusätzlich erfordert, die Jungmoränenlandschaft, insbesondere in Kombination mit Wind aus nördlichen Richtungen erhebliches fahrerisches Geschick.

                  Ich hoffe euch hat mein Bericht gefallen. Über eure Rückmeldungen freue ich mich.

                  Sportliche Grüße
                  Lothar

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