Foren › Wettkampfberichte › Ironman 70.3 Luxemburg
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Lotta van der Straat aktualisiert.
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23. Juli 2026 um 12:45 Uhr #2673
Lotta van der Straat
AdministratorLuxemburg als Austragungsort wurde mir von mehreren Athleten empfohlen. Deshalb habe ich den Wettkampf gewählt, obwohl die Radstrecke nicht ganz ohne war.
Die Stadt Remich liegt nahe an der deutschen Grenze. Nur die Mosel trennt beide Länder. Somit konnten wie eine günstigere Unterkunft auf deutschem Boden nehmen und zum Tanken nach Lux fahren! 😛
Die Verkehrssituation in den 2 Tagen vorher war allerdings bereits problematisch. An der Brücke über die Mosel gab es eigentlich immer Stau, weshalb wir uns am Sonntag auch dafür entschieden haben, das Athleten-Shuttle zu nehmen. Schorsch ist vom Parkplatz aus einen Teil mit dem Fahrrad gefahren. Das Shuttle hielt allerdings ungefähr anderthalb Kilometer vor der Wechselzone, also musste man trotzdem noch ein Weilchen latschen…
In der Wechselzone kam dann die Ansage, dass das Schwimmen ersatzlos gestrichen wird, da sich über Nacht die Konzentration von Cyanobakterien (Blaualgen) im Wasser stark erhöht hatte. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass das in den letzten zehn Jahren schon zweimal passiert ist. Deshalb hätte ich mir tatsächlich irgendeine Form von Ersatz oder Entschädigung gewünscht. Immerhin hab ich glaub ich 520 Euro für den Spaß bezahlt!
Immerhin war ich so geistesgegenwärtig, vorher doch noch mal kurz ins Schwimmbad zu springen. Das war eine gute Entscheidung, denn der Start von circa 2800 Athleten zog sich ungefähr anderthalb Stunden hin, da jeweils nur alle vier Sekunden zwei Athleten auf die Strecke durften…
In der prallen Sonne und wenn kurz vor dir einer einen epileptischen Anfall bekommt, kein Spaß.
Zum Start musst man nur in die ellenlange Wechselzone rennen und aufs Rad. T1 und T2 haben jeweils ca. 5 Minuten gedauert.
Die Radstrecke ist zweigeteilt: Die ersten rund 35 km sind komplett flach und lassen sich zügig fahren, allerdings gibt es einen längeren Abschnitt mit Überholverbot durch eine Baustelle. Danach folgt ein anspruchsvollerer Teil durch die Weinberge mit langen, aber nicht extrem steilen Anstiegen.
Der Belag war nicht zu beanstanden, bis auf ein paar Abschnitte, die wohl in Frankreich lagen (so die Insights von einem anderen Athleten).
Mit der Verpflegung war ich nicht ganz so glücklich. Die Flaschen an der ersten Station waren wie vorgesehen nur mit Wasser gefüllt, allerdings nur halb voll und ohne Deckel. Ich hatte damit kalkuliert, mich mit dieser Flasche nass zu machen und abzukühlen. Das ging somit nicht auf.
Auf die letzte Station ließ wirklich auf sich warten, angesichts der Hitze war das schon grenzwertig.
Wie immer gab es den ein oder anderen, der in der Wettkampfbesprechung nicht zugehört hat, in der Baustelle überholen wollte oder das Windschattenverbot nicht eingehalten hat. Sowas nervt mich unglaublich, aber ich muss lernen, mich davon abzugrenzen, damit es mein Rennen nicht beeinträchtigt.
Auf der Laufstrecke waren es dann offiziell 32°C. Könnte mir vorstellen, dass es auf dem Asphalt ohne Schatten noch heißer war. Bin den HM in 3 Runden erst einmal konservativ, angegangen und habe mich an jeder Verpflegung mit Wasser, Cola, Elektrolyten eingedeckt. Das Highlight waren Eiswürfel am Ende jeder VP. Die hab ich mir in den Einteiler gekippt und konnte so den Puls recht konstant halten. Ab Kilometer 14 hab ich dann noch mal auf die Tube gedrückt und alles rausgeholt, was mit schweren Beinen noch möglich war.
Herausgekommen ist eine passable Radzeit (2:59 mit knapp 800 Höhenmetern) und mein bester Halbmarathon auf der Mitteldistanz bisher (1:55), obwohl es so brutal heiß war.
Über das Schwimmen lässt sich natürlich im Nachhinein nur spekulieren, aber in Zukunft werde ich im Vorfeld vor jedem Wettkampf genau recherchieren, ob es schon mal irgendwelche Vorfälle gab.
Und ob ich noch mal bei Ironman starten, überlege ich mir auch zweimal!
Ansonsten bin ich mit meiner Leistung aber zufrieden.
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