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Björn Jansson aktualisiert.
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13. Juli 2026 um 8:33 Uhr #2627
Björn Jansson
Team Member📌 1. Der Kern der Sache (Worum es geht)
Ich möchte euch heute ein kurzes Debriefing zu meinem Triathlon in Hamburg vom vergangenen Wochenende (12.07.2024 – 14.07.2024) geben und eine ganz konkrete, technische Frage an euch richten, bei der ich auf eure Erfahrungen hoffe. Es geht um das leidige Thema Reifenpannen und die strategische Entscheidung für das richtige Schlauch-System am Rennrad.🔍 2. Hintergrund & Details
Der Wettkampf in Hamburg war organisatorisch wieder top. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als sich alles um eine Stunde verschob, lief diesmal alles pünktlich und reibungslos ab. Von der Akkreditierung über die Verpflegung bis zum Check-in und Check-out des Rads – alles war super organisiert und sehr helferfreundlich.
Subjektiv lief es für mich persönlich allerdings weniger rund. Hier eine kurze Zusammenfassung meiner Performance und der Ereignisse:– Schwimmen (500m): Mit 12 Minuten war ich fast zwei Minuten langsamer als gewohnt (10:11 letztes Jahr in Hamburg, 9:00 letztes Jahr in Koserow auf Usedom). Ich habe keine klare Erklärung dafür, da ich mich eigentlich fit gefühlt habe.
– Radfahren (20km): Der Knackpunkt des Rennens. Nach ca. 5 km hatte ich einen Splitter im Reifen. Das Reparieren mit dem Pannenspray hat erst im zweiten Anlauf richtig funktioniert, nachdem ich zwischendurch mental schon fast aufgegeben hatte. Die Luft war dann 300 Meter vor der Wechselzone wieder komplett raus. Meine Radzeit lag durch die Panne bei 46 Minuten (statt 38:35 Minuten im Vorjahr).
– Strategischer Fehler: Nach der Panne habe ich versucht, die verlorene Zeit auf dem Rad und anschließend beim Laufen aggressiv wieder reinzuholen. Dieses Überpacen hat sich gerächt.– Laufen (5km): Durch das vorherige Überpacen fehlte mir am Ende die Kraft. Mit 29 Minuten war ich hier drei Minuten langsamer als letztes Jahr. Meine Paste auf den ersten Km war um die 5:20, am Ende war ich bei unter 6:00….
– Gesamtzeit: Am Ende stand eine Zeit von 1:36 Stunden. Die Wechselzeiten waren mit ca. 4-5 Minuten im Rahmen, was der sehr langen Wechselzone geschuldet ist.
💡 3. Mein Impuls / Meine Erkenntnis
Die Erfahrung hat mir mal wieder schmerzlich gezeigt, wie entscheidend eine gute Rennstrategie ist – und vor allem, wie wichtig es ist, diese auch nach unvorhergesehenen Ereignissen wie einer Panne anzupassen, anstatt in blinden Aktionismus zu verfallen. Der Versuch, verlorene Zeit mit Gewalt „aufzuholen“, führt meist nur dazu, dass man an anderer Stelle noch mehr Zeit verliert. Eine Lektion in Akzeptanz und planvollem Handeln, die wir ja auch aus unserer therapeutischen Arbeit gut kennen.❓ 4. Frage an euch / Diskussionsimpuls
Meine Reifenpanne hat mich ins Grübeln gebracht. Aktuell fahre ich noch mit klassischen Butyl-Schläuchen. Nun stehe ich vor der Entscheidung, wie ich mein Rad für die Zukunft pannensicherer mache.Folgende Optionen sehe ich:
1. Tubeless: Der große Vorteil wäre die Dichtmilch, die kleine Löcher sofort verschließt. Allerdings habe ich damit null Erfahrung und höre, dass der jährliche Wechsel der Milch eine ziemliche „Schweinerei“ sein kann.
2. TPU-Schläuche: Sollen sehr pannensicher und leicht sein, sind aber auch deutlich teurer. Ich hatte einen Glassplitter im Reifen. Halten die TPU da auch?
3. Bei Butyl bleiben: Das System kenne ich, es ist günstig und ich weiß, wie ich damit umgehe.
Wie handhabt ihr das? Habt ihr Erfahrungen mit Tubeless oder TPU-Schläuchen gemacht und könntet ihr eine Empfehlung aussprechen? Was sind eure Pro- und Contra-Argumente im Praxis-Alltag? Ich bin für jeden Input und jede Meinung aus dem Team dankbar!
Herzliche Grüße,
Björn
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Dieses Thema wurde vor 1 Woche, 1 Tag von
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13. Juli 2026 um 13:53 Uhr #2629
Cornelia Schmitt
Team MemberBei nem Splitter oder nem Nagel o.ä. bist du Imo Recht verloren, aber meiner Erfahrung nach sind es mehr die Reifen als die Schläuche die da eine Rolle spielen. Ich fahre zur Zeit noch den Conti 4 Seasons (die aktuellen habe ich letztes Jahr aufgezogen, aber sich schon 2019 gekauft), bin aber auch früher schon damit gefahren, auch auf Schotter etc. und hatte damit tatsächlich noch nie einen platten Reifen.
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13. Juli 2026 um 13:53 Uhr #2630
Cornelia Schmitt
Team MemberGanz vergessen: Gratulation zum Finish! 💐
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13. Juli 2026 um 15:11 Uhr #2631
Björn Jansson
Team MemberDanke für die Glückwünsche. 🙂
Ich fahre diese Reifen: Continental Grand Prix 5000 S-TR, Kevlar, 30-622, Tubeless Ready
Es war ein kleiner Glassplitter. Ca. 2-3mm breit an der breitesten Stelle. Ich habe keine Erfahrung mit Tubeless und ob die das ausgehalten hätten. Die Mäntel waren beim Kauf am Fahrrad verbaut. Wenn ich mit Butyl- oder TPU-Schlauch fahre, dann bleiben die Mäntel auch. Wenn ich auf Tubeless umstelle, hätte ich keine Ahnung, ob die überhaupt noch halten….
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14. Juli 2026 um 11:19 Uhr #2632
Michael Knop
Team MemberHey Björn,
erstmal Glückwunsch zum Finish trotz all der Umstände und Widrigkeiten.
Ich fahre seit 2 Jahren tubeless, die „Schweinerei“ finde ich hält sich sehr in Grenzen, man sollte nur regelmäßig die Milch tauschen… mir ist letztens (zum ersten mal beim Tubeless System) eine Panne widerfahren, weil ich die Milch zuletzt im Spätsommer 25 getauscht hatte. Als ich dann den alten Mantel abgezogen habe, war eben nicht mehr viel flüssige Milch nach 9 Monaten vorhanden, sondern eher eine „Creme“. Also Learning auch für mich: ruhig alle 4-6 Monate mal checken.
Ich fahre auch den Conti Grand Prix 5000 S TR und bin damit ganz zufrieden. Mit TPU habe ich keine Erfahrung.Viele Grüße
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15. Juli 2026 um 15:59 Uhr #2643
Björn Jansson
Team MemberHallo Michael,
danke für deine Erfahrung. Ich habe jetzt beschlossen auf dem Rennrad mal TPU auszuprobieren und auf dem Gravel Tubeless. Bislang war beides, von Werk aus, noch Butyl. Ich werde auch berichten, welche Erfahrungen ich gemacht habe.
Viel Grüße zurück
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15. Juli 2026 um 17:22 Uhr #2644
MTRacingTeam
AdministratorHey Björn,
besten Dank für deinen Rennbericht. Der WTCS ist eigentlich immer eine Teilnahme wert. Was deine Pannenproblematik angeht, können wir dir nur wenig beisteuern. Wir fahren aktuell eigentlich alles ganz klassisch Schlauch (wohl Butyl) und sind damit sehr zufrieden. Wir haben damit ca. 1 Mal in 2 Jahren einen Platten. Mit Tubeless haben wir sehr unschöne Erfahrungen gemacht, als da mal die Milch ausgelaufen ist.
Wie oft ist dir das denn schon passiert mit dem Platten?
Sportliche Grüße -
16. Juli 2026 um 10:04 Uhr #2651
Fabian Englich
Team MemberHi Björn,
gute Entscheidung nach den Problemen im Rennen nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern zu reflektieren!
Bei ner SD ist bei nem technischen Defekt in aller Regel „die Zeit hinüber“. Das kann man eigentlich nicht wieder risikofrei reinholen.
Bzgl Reifen:
Schau mal bei Youtube nach dem Video von Rennrad-News zu TPU/Butyl/Tubless. Die haben da vor 1-2 Monaten was zu gemacht. In Kurzform: Butyl kannste vergessen. Sowohl was Pannensicherheit angeht, als auch Performance (Gewicht + Rollwiderstand). Ob man stattdessen TPU oder Tubeless nimmt, ist dann Geschmackssache. Beides hat Vor-/Nachteile: TPU leichteres Handling, TL besserer Pannenschutz. Performance sind beide quasi identisch.
Ich würde vermuten in deinem konkreten Fall hätte TL geholfen, aber wissen tut man das nicht 🙂
Persönlich habe ich mich entschieden jetzt von Butyl (werksseitig verbaut) auf TPU umzustellen. Mache ich aber erst nach dem Race am WE…
Viele Grüße
Fabian -
16. Juli 2026 um 14:08 Uhr #2657
Björn Jansson
Team MemberSo…bei mir haben sich heute einige neue Fakten ergeben.
1. Ich ging nur davon aus, dass im Cube Attain C62 SLT (das ist mein Rennrad mit dem ich unterwegs bin) Butyl-Schläuche verbaut sind, weil im Nuroad Race von Cube (mein Gravel) werksseitig auch Buty verbaut war.
2. Ich hatte mich nun für TPU fürs Rennrad entschieden, nach einigen schauen im Internet (@Fabian: Dein Video war auch dabei….hatte es so schon gefunden). Heute wollte ich umbauen und stellte fest: Es sind werksseitig TPU-Schläuche verbaut. Deswegen passte das Pannenspray auch nicht. Das hat sich einfach aus dem Loch gedrückt und dann ein bisschen den Mantel abgedichtet. Ich bin quasi „Tubeless“ mit TPU gefahren…Deswegen war bei der ersten Bodenwelle auch die Luft raus…
3. Ich habe nun wieder einen TPU-Schlauch drin und werde aber im GravelBike mal Tubeless ausprobieren. Das Set ist schon zu Hause und am WE werde ich mal umbauen. Bei dem hatte ich nämlich schon mehrere Pannen. Das Problem sind meines Erachtens echt die Reifen. Die sind aus Gewichtsgründen so dünn gehalten, dass alles durchgeht. Beim Gravel fahre ich die werkseitig verbauten Schwalbe G-One Gravel und die sind echte Mimosen…
Danke für Die Gedanken aus der Community…
LG
Björn
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