Antwort auf: 70.3 Duisburg 2025

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#1391
Nils Hermans
Team Member

    Ich hoffe, es ist keine Majestätsbeleidigung, wenn ich den lieben Schorsch noch mit meiner Erfahrung vom Rennen ergänze 😀


    Expo und Wettkampfbesprechung:

    – Die Expo ist im Vergleich zu einigen anderen Wettkämpfen sehr klein geraten, hier darf man außer dem üblichen IM Merch zu IM Preisen nicht viel erwarten
    – Die Wettkampbesprechung war hingegen wirklich top und man konnte hinterher auch nochmal Fragen bei den Wettkampfrichter.innen los werden.

    Wechselzone und Wege:
    – Wer schonmal in Hamburg gestartet ist, weiß was eine laaaaange und wuselige Wechselzone ist. In Duisburg ist es tatsächlich (nach meinem Empfinden) eine Spur kleiner. Einzig der Weg vom Wasserausstieg zum Rad kommt an Hamburger Dimensionen ran. Zum Vergleich: In Hamburg musste ich 800 Meter laufen, in Duisburg knapp 1000 Meter bis zum Rad.


    Schwimmen:

    – Das Warten am Schwimmstart war wirklich maximal nervig. Hab fast eine Stunde gestanden und jedes Aufwärmen war für die Katz. Und die Verpflegungsplanung wann man sein Gel vor dem Start nimmt, war damit auch erledigt.
    – Die Regattabahn ist super zu schwimmen. Ich konnte mich links wie rechts der Bahn super an den Leinen der Bojen orientieren und mir so das Sichten sparen. Schorsch hat sie (laut Podcast) leider nicht gesehen, mir haben sie wahnsinnig geholfen und ich konnte den Leinen unter Wasser gut folgen.
    – Ich bin 8 Minuten schneller als in jedem Training gewesen, was sicher auch an der super Strecke liegt. Ätzend waren allerdings Sportler.innen die entweder über einen drüber geschwommen sind oder aber brustschwimmend etwas hinderlich waren.


    Radfahren:

    – Top Strecke, breite Straßen (durch meine Heimatregion *g*). Dennoch aufmerksam fahren, da die Straßen des Ruhrgebiets auch fiese Schlaglöcher bereit halten die für so manche Panne (bei anderen) gesorgt haben.
    – Die Verpflegungsstellen und WC waren aus meiner Sicht unglücklich platziert. Wenn ich es recht rekonstruiere nach KM 17 und KM 28 und dann erst wieder nach KM 62 und KM 73. (Duisburg-Homberg für die Locals) Das hatte zur Konsequenz, dass ich zwischen V1 und V2 fast nichts verbraucht hatte und dafür zwischen V2 und V3 leergelaufen bin bei dem warmen Wetter…
    – Dennoch auch hier eine für mich super Zeit gefahren


    Laufen:

    – Die Strecke ist super zu laufen, schön flach, wenig kurven. Man muss sich nur damit arrangieren, dass es die Regattabahn rauf und runter geht und damit 2/3 der Strecke stumpf geradeaus. Augen zu und durch. Sonnenschutz nicht vergessen, die Strecke bietet nur auf der Hälfte der Strecke ausreichend Schatten an.
    Der Zieleinlauf ins Stadion des MSV Duisburg und die anschließende Verpflegung war super.
    – Hier rächte sich bei mir die gute Radzeit…. Lesson learned würde ich sagen…

    Fazit zum Rennen:
    Für mich war es ein Rennen in der alten Heimat. Daher war es ein emotional nochmal ein echter Push, an den Orten der Kindertage vorbeizukommen und in das Stadion einzulaufen, wo man mit seinem Vater öfter zum Fußball war.
    Die Strecken insgesamt waren super, der erste Wechsel ist wahrscheinlich von der Örtlichkeit her nicht besser zu organisieren.
    Das Orga-Team war auch immer ansprechbar und freundlich.

    Parken, Anreise, Unterkunft

    Unterkunft: Direkt am Stadion ist eine flammneue Jugendherberge. Die DJH haben inzwischen einen guten Standard und es lohnt sich. Ansonsten schaut auch mal in den umliegenden kleineren Städten wie Moers oder Krefeld. Von dort kommt ihr zügig in 20-30 Minuten über die Autobahn zum Stadion. Ich hatte die Möglichkeit bei der Familie zu übernachten, daher musste ich kein Hotel suchen

    Parken und Anreise: Die Anbindung an die Autobahnen des Ruhrgebiets und des Rheinlands ist super. Nur am Wettkampftag selbst wird es kniffelig, wenn man zu spät dran ist. Ggf. überlegen, dass Auto am Stadion über Nacht stehen zu lassen. So hatte ich es gelöst nach dem Bike-Check-In und mich dann morgens bringen lassen.

    Kleiner Tipp für die Streckenkunde: Wer sich die Radstrecke mal ansehen will, reist am besten über die A42 an und nimmt die Ausfahrt Duisburg-Baerl. Dort ist der Wendepunkt. Von dort folgt man dann den Straßen am Rhein entlang in Richtung Duisburg-Homberg/Hochheide, Moers-Asberg, Bergheim, Duisburg Rheinhausen und über die Brücke der Solidarität nach Duisburg-Hochfeld und -Neudorf. So kann man sich schonmal einen Eindruck von der Straße und dem Profil machen und hat gleich mal was von der Gegend gesehen 😀