OD Tübingen 2026

Foren Wettkampfberichte OD Tübingen 2026

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    • #2664
      Fabian Englich
      Team Member

        Sonntag stand der erste, ernstgemeinte, Wettkampf an: OD Tübingen.
        Dort bin ich letztes Jahr schon gestartet (https://racing-team.me/community/Thema/triathlon-tuebingen-od-2025/) und hatte viel Spaß. Deswegen war die Devise: Die 2:37h von letztem Jahr auf unter 2:30h zu drücken.
        Ich war also ganz entspannt und hab mich auch fit gefühlt.
        Da hats mich auch nicht gestört, das meine Startunterlagen nicht zu finden waren.
        Die sind anscheinend durcheinander geraten beim eintüten. Ich hatte die eines anderen und derjenige meine. Naja, ich habe dann halt eine Ersatznummer bekommen.
        Bissel ärgerlich war, dass es sowieso schon ziemlich am regnen war und ich so langsam echt nass. Wer braucht schon Regenjacke/-schirm? Gleich gehts ja eh ins Wasser…
        Also ab zum Check-In. Tjaaaaa, wo soll denn jetzt mein Rad hin? Für meine Ersatznummer gabs natürlich keinen ausgewiesen Platz.
        So richtig wußte das keiner. „Hängs mal an die alte Startnummer. Wenn der andere kommt gucken wir mal…“
        Gesagt, getan. Bin ja flexibel 🙂
        Ätzend war, das der Boden der Wechselzone aus Erde war und es immer noch aus Eimern goß. Eigentlich war alles gleich dreckig, wenn man was irgendwo hin gelegt hat. Also so gut es ging die WZ eingerichtet. Meine Badekappe hab ich in den TriSuit gesteckt, damit die sauber bleibt. Schuhe, Gels, Brille etc in die Box, Helm ans Rad usw.
        Als ich dann die Badekappe anziehen wollte…weg. Nicht mehr zu finden :-O
        Und so langsam wurde ich nervös. Musste noch meinen Neo anziehen, aufs Dixi, After-Race Tasche abgegen, neue Kappe organisieren…so langsam wurds knapp.
        Also wieder zurückgelaufen zur Startnummernausgabe, neue Badekappe abgeholt, zurück in die WZ, After-Race Tasche abgegeben („Das ist ja ne komische Startnummer, mal gucken wo wir die hintun können“…was soll schon schiefgehen?)
        Der Start wurde mittlerweile 30 Minuten nach hinten verschoben. Es haben wohl viele auf besser Wetter gepokert und sind spät angereist, so das es ne laaaaaange Schlange am Check-In gab.
        Lachen musste ich dann, als ich die originale Badekappe zufällig im TriSuit „wiedergefunden“ habe 😀
        Über das ganze hin und her sind mir 2 blöde Fehler unterlaufen: 1) ich hab mich nicht eingeschwommen 2) so ganz genau hab ich mir nicht gemerkt wo mein Rad steht und die alte Startnummer hab ich mir auch nicht eingeprägt.

        Dann gings endlich los und ich war eigentlich gut drauf. Nach 500-600m hab ich aber gemerkt, dass mir die Arme schlapp machen und mein Puls irgendwie echt hoch ist.
        Tja, so schnell kann sich das mit dem nicht-einschwimmen rächen. Ich hatte eigentlich nicht das Gefühl zu schnell unterwegs zu sein. Nachträglich schwer zu sagen, weil a) Freiwasser b) Uhr unterm Neo c) mit der Strömung unterwegs…die Daten geben nichts aussagekräftiges her.
        Ich bin dann bestimmt 800m mehr schlecht als recht Brust geschwommen um mich zu beruhigen. Aber das negative Gedankenkarussell lief auf Hochtouren. Wo ist hier eigentlich das nächste DLRG Boot? So ne schei$$e, ich wollte doch viel schneller sein. Ganze Rennen im Ar%&/…irgendwann habe ich mich dann aber halbwegs gefangen und mir gesagt: „Egal, Du schwimmst jetzt von Boje zu Boje und dann gucken wir mal. Du bringst das jetzt hier zuende. Rad und laufen wird schon gehen“.
        Irgendwann gings dann wirklich wieder und ich konnte auch wieder kraulen und der Ausstieg kam auch in Sicht.

        Also raus aus dem Wasser, Neo auf und ab zu Rad…ja, wo ist es denn? Wo ist das verdammte Rad?!?!?!
        Und da hat sich Fehler #2 gerächt und mich Zeit (30-60 sek. würde ich sagen) gekostet.
        Der Wechsel an sich lief dann gut, Neo ging gut aus, Startnummer dran, Helm auf und los. Schuhe hab ich am Rad. 4 Minuten hats gedauert.
        Wie andere das aber in ~2 Minuten geschafft haben ist mir ein Rätsel. Sprinten die?!?

        Radfahren lief dann eigentlich gut und unspektakulär. Geht ~5km flach los, dann 5-6 km hoch, oben ist der Wendepunkt und es geht zurück. Das ganze dann 2 mal.
        Meine Plan war im flachen und bergab gut Druck zu machen und die Aero Position auszunutzen (65km/h im Auflieger ist schon auch bissel wie fliegen :-D).
        Das ging auch gut auf und hat sich machbar angefühlt. ~160er Puls bei ~80% FTP. Ich wollte unter 1:10 bleiben (38er Schnitt). Das hat nicht ganz geklappt, es waren 1:13 mit 35er. Aber in meiner AK Platz 4. Yeah!
        Mit hat allerdings ziemlich der Hintern weh getan. Irgendwas muss ich da vor der MD in 4 Wochen noch ändern. 2:30h schaffe ich so nicht.
        Bergauf und teilweise im flachen fand ich es (wie letztes Jahr auch) recht voll und die 12m haben einige da auf keinen Fall eingehalten. Finde ich persönlich bergauf bei 15-20km/h auch nicht so wild. Wenn sich da einer an mich dranhängt tut mir das nicht weh, derjenige muss dann mit seiner „Fake-PB“ leben. Ich bin mein Rennen gefahren und hab mich dabei fair verhalten – zumindest fast. Kurz vor einer Kurve gabs ein Schlagloch und mir hats die Flasche aus dem Halter hinterm Sattel gehauen. Ich hab die Kurve gemacht und Flasche ist gradeaus von der Strecke runter. Ich hab mich gegen die Vollbremsung bei über 50km/h in einer Kurve entschieden…

        Der Wechsel vom Rad zum laufen war dann auch gut. Viel Zeit gibts hier nicht zu holen. Einziges Mini-Manko: Bei Absteigen hab ich einen Schuh so halb ausgeklickt. Hab ihn dann vorsichtshalber ganz ab gemacht und auf den Auflieger gesteckt. Besser als auf dem Weg verlieren…
        Ein Schluck aus der Gurkenwasser-Flasche (Bäääähhh!) um den süßen Geschmack zu neutralisieren und ab gehts.

        Die Beine haben sich ganz okay angefühlt. Bis zu ersten Steigung. Beide Oberschenkel (vorne) waren immer kurz vorm Krampf. Bergab und im flachen gings aber okay. Wollte aber nicht zu viel riskieren und bin daher nicht auf voll auf Attacke gegangen. Bergauf hab ich immer wieder mal ein paar kurze Gehpausen eingelegt und an den Verpflegungspunkten Iso genommen. Meine Elektrolyt Shots hab ich am Rad gelassen, d’oh!
        Letzlich waren es dann 48:15 auf die 9,45 km. Das ist mehr als okay, erhofft hatte ich mir mehr (wollte ~45min bzw 4:45er Pace).

        Fazit:
        Statt meine Zeit zu verbessern, bin ich langsamer geworden. Das ärgert mich immer noch.
        Aber: aus jeder Erfahrung lernt man!
        Ein paar Punkte hab ich jetzt auf meiner Todo-Liste:
        * Einschwimmen ist nicht optional
        * muss üben mich während des Schwimmen nach härteren Phasen zu erholen (Intervalle machen, aber ohne Pause am Rand locker weiterschwimmen?)
        * Wechselplatz deutlich kennzeichnen (Neon Handtuch, Fahne, whatever) und merken!
        * Bike-Fitting machen
        * Flaschenhalter wechseln (schon gemacht)
        * Auslösehärte am Pedal fester stellen
        * Elektrolyt Shots zum laufen mitnehmen
        Ein bissel ratlos lässt mich meine Radzeit ehrlich gesagt zurück. Ich bin vom Rennrad aufs TT gewechselt. Alleine dadurch hätte ich mir ein paar extra Minuten erwartet.
        Härter fahren wäre glaub auch keine gute Idee in anbetracht der Beine beim Lauf 🙂
        Vielleicht ist das aber auch einfach mein Maximum.

        Wie dem auch sei, in 1h Stunde öffnet die die Anmeldung für 2027. Ich bin wieder dabei 🙂

      • #2665
        MTRacingTeam
        Administrator

          Hey Fabian,
          besten Dank für den spannenden Rennbericht. Was du über die Zeit vor dem Start berichtest, ist das Rennergebnis auf jeden Fall gut. Sowas ist mental einfach nicht zu unterschätzen und kann sich auf alles Auswirken. Toll, dass du beim Schwimmen wieder in den Flow gefunden hast. Man muss einfach dran bleiben und früher oder später läuft es dann wieder bessern.
          Ansonsten würden wir auch behaupten, dass das Wetter letztes Jahr wesentlich besser war. Das wirkt sich auch auf die Zeiten aus.
          Wir würden dir fürn 70.3 noch Salztabletten empfehlen. Hatten wir jetzt bei unseren Wettkämpfen und de haben uns beiden gute Dienste erwiesen.
          Mach dir in Duisburg beim Check-In Fotos von der Wechselzone und deinem Stellplatz. Dann kannst dir die Abend noch anschauen 😉
          Und nur als kleine Info. Aus der IM-Crew in Luxemburg kam ein kleiner Hinweiß, dass es auch in Duisburg Probleme mit dem Schwimmen geben könnte. Bei den aktuellen Temperaturen ist das aus unserer Sicht nicht so realistisch. Aber damit du vielleicht nicht so extrem überrascht bist, falls es in Duisburg kurzfristig verkündet wird. 😉
          Erhol dich gut..

        • #2667
          Fabian Englich
          Team Member

            Bzgl besseres Wetter: Nein, eigentlich nicht. Letztes Jahr hats einmal kurz geregnet vor dem Schwimmstart und dann wars wieder warm – und schwül. Ich habs oben vergessen zu schreiben: Zum Schwimmstart hat es aufgehört zu regnen. Die Strassen waren fürs Radfahren dann auch weitestgehend trocken. Lufttemperatur war definitiv kühler, was ja eigentlich besser ist für die Performance.

            Salztabletten & Fotos sind ne gute Idee, danke!

            Das Schwimmen in der Regattabahn ist glaub ne Wundertüte zum jetzigen Zeitpunkt. Wassertemperatur dürfte zZt kein Problem sein, aber wer weiß ich welche Richtung sich das noch entwickelt…

          • #2670
            Michael Knop
            Team Member

              Maschine 💪💪 top durchgezogen und nach meinem Verständnis noch einen guten Lauf hinten drauf gemacht.

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